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Drama der russischen und tschechischen Avantgarde als szenischer Text

Zur Theorie und Praxis des epischen und lyrischen Dramas bei V. Majakovskij und V. Nezval

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Die Arbeit vereint zwei Forschungsaspekte: Sie versteht sich als texttheoretisch fundierter Beitrag zur Untersuchung der Anfänge und Entwicklungslinien des modernen Verfremdungstheaters und -dramas, sowie als Beitrag zur interslavistischen Avantgardeforschung. Der Verfasser entwickelt ein strukturalistisches Modell zur kontrastiv-typologischen Analyse dramatischer Texte. Die Textanalyse zeigt, dass kontrastive Strukturen innerhalb der avantgardistischen Dramatik von Anfang an systematisch erfassbar sind im Gegensatz von epischem und lyrischem Dramentyp. Die Verabsolutierung des Brechtschen Modells für die wissenschaftliche Beschreibung dramatisch-szenischer Verfremdung wird im Rahmen einer nichtnormativen Dramentheorie zurückgewiesen.
Aus dem Inhalt: Behandelt werden u.a.: Drama als intentional plurimedialer Text, Theorie der Gattungsinterferenz, Semantische Geste, Groteske, Rezeptionsstrategien, dramengeschichtliche Einordnung, russischer Futurismus-Konstruktivismus und tschechische Poetismus- Surrealismus.