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Ökologie und Literatur

Series:

Peter Morris-Keitel and Michael Niedermeier

Im Mittelpunkt des Buches steht die aktuelle Diskussion um den historisch bedingten Natur- und Ökologiebegriff in der deutschen Kultur. Die Beiträgerinnen und Beiträger wollen im Zusammenwirken von naturphilosophischen, ideologiekritischen, ethischen und ästhetischen Analysen anhand von Beispielen aus der Geschichte des ökologischen Bewußtseins den interdisziplinären Dialog in der kulturwissenschaftlich orientierten Literaturbetrachtung festigen und vorantreiben. Darüber hinaus versteht sich der Band in seinem literaturwissenschaftlichen Engagement und im Aufzeigen von ökologischen und sozialen Alternativen zum dominanten wissenschaftlich-technologisch definierten Fortschrittskonzept als konkrete Aufforderung zur inhaltlichen Umorientierung in den Geistes- und Kulturwissenschaften.
Aus dem Inhalt: Peter Morris-Keitel/Michael Niedermeier: Vorbemerkung – Hartmut Böhme: Historische Natur-Konzepte, ökologisches Denken und die Idee der Gabe – Reinhard Krüger: Petrarca, Augustinus und das zweifelhafte Vergnügen, einen Berg zu besteigen. Über die Geschichtlichkeit des Naturbegriffs im Mittelalter – Jost Hermand: Von der Notwendigkeit neuer Meisterdiskurse. Rot-grüne Positionen in den Geisteswissenschaften – Eric Paul Jacobsen: Ernst Haeckel, Bruno Wille and Bruno Wilhelm Bölsche: Monismus and Environmental Ethics – William Rollins: «Mere Surroundings»? The Garden City and Its Naturalist Challenge to Humanist Literary Criticism – Michael Niedermeier: Von Kulturbund bis «Ökofaschismus». Natur- und Landschaftszerstörung als Thema von Autoren der späten DDR – Helen G. Morris-Keitel: Shades of Green. Ecological Discourse in Contemporary Young Adult Fiction – Julie Klassen: Natur als Politik: Carl Amery’s Ecological Philosophy – Peter Morris-Keitel: Kompromißlos fortschrittsgläubig? Ökonomische Ästhetik und Naturerfahrung in der deutschen Gegenwartsliteratur – Peter Cornelius Mayer-Tasch: Kulturstaat oder Naturstaat? Zum schizophrenen Kulturverständnis der Gegenwart.