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Theodor Storm

Das Spannungsverhältnis zwischen Glauben und Aberglauben in seinen Novellen

Series:

Christine Geffers Browne

Die Stormforschung hat sich verschiedentlich mit den Aspekten des Glaubens und Aberglaubens in seinem Werk befasst. Nie jedoch sind diese beiden Glaubenshaltungen in ihrer Beziehung zueinander gesehen oder untersucht worden. Dies ist der innovative Verdienst des vorliegenden Buches. Browne legt mit ihrer Arbeit eine sorgfältige Analyse aller Storm-Novellen vor, in der sie nachweist, dass die Dynamik zwischen Glauben und Aberglauben – wiewohl in der Mehrzahl der Novellen konfliktfrei koexistierend – in fünf der Stormschen Novellen, In St. Jürgen, Aquis Submersus, Renate, Im Brauerhause, Der Schimmelreiter, von Storm kompositorisch als destruktives Strukturelement eingesetzt wird.
Damit wächst Browne u.a. der grosse Verdienst zu, ganz entscheidend beizutragen zur längst überfälligen Widerlegung der kurzsichtigen Perzeption Storms als «Heimatschriftsteller.» Dass Storm viel mehr war und ist als dies, zeigt dieses Buch.
Die Autorin: Christine Geffers Browne hat Theologie und Philosophie in Bethel, München und Heidelberg studiert und das Erste und Zweite Theologische Examen abgelegt. Nach ihrer Übersiedelung in die Vereinigten Staaten hat sie ein zweites Studium in Germanistik und Romanistik absolviert und mit der Promotion abgeschlossen. Sie lebt in Neuengland, in der Nähe von Boston, Massachusetts.