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Formen und Funktionen des Kommentars in der Tragödie der frühen Stuart-Zeit

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Thomas Michael Stein

Nach der Definition des komplexen Begriffes «Kommentar» wird am Beispiel von Tragödien Chapmans, Tourneurs, Websters und Middletons die Funktionsvielfalt dieses Kunstgriffes im Drama untersucht. Der Autoritätsverlust, dem vor allem der sentenziöse Kommentar vom späten Mittelalter bis zur Renaissance unterliegt, führt zur Funktionsauf- fächerung. Die auf den «locus communis» reduzierte Sentenz etwa die «klassische» Form des Kommentars, vermag kaum noch sittliche Belehrung zu vermitteln und wird als «deceptive commentary» zum zentralen Bestandteil der Strategie des «stage villain».