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Stilbruch als Stilmittel- Studien zur Literatur der Spät- und Nachromantik

Mit besonderer Berücksichtigung von E.T.A. Hoffmann, Lord Byron und Heinrich Heine

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Eoin Bourke

Literarische Sachwörterbücher pflegen den Stilbruch als ein eindeutiges Negativum darzustellen. Auch die von klassizistischen Denkmustern beeinflusste Ästhetik erblickt im Stilbruch einen Verstoss gegen das weitverbreitete formtheoretische Kriterium der Stimmigkeit. Spätestens jedoch seit der Romantik ist vielfach eine bewusste Stilbruchtechnik verwendet worden, indem im Leser die Erwartung einer bestimmten Stilhöhe erzeugt wird, welche dann durch die schockartige Umschaltung auf eine nicht verwandte Stilebene enttäuscht wird. Hierbei kann die jeweilige dichterische Intention von der des kunstimmanenten Experimentierens zu der der sozialkritischen Provokation reichen.