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Zur Rezeption von Goethes «Faust» in Ostasien

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Adrian Hsia

Nachdem im ersten Band der Reihe 'Euro-Sinica' (Goethe und China) die Wertherrezeption in China relativ ausführlich behandelt worden ist, hat sich der Herausgeber die Aufgabe eines Folgebandes zur Faust-Rezeption in Ostasien gestellt, der hiermit nun vorliegt. Germanisten aus China, Japan und Korea untersuchen die Probleme des Kulturtransfers - einschliesslich Übersetzung und Verbreitung eines Textes voller eigenständiger Kulturwerte - am Beispiel der Rezeption Fausts in Ostasien. Ein Übersetzer von Goethes Faust erörtert das Problem aus seiner Sicht. Interessant ist der Versuch, eine ostasiatische Faustfigur zu konstruieren, die erwartungsgemäss anders ausgefallen ist als ihre europäischen Brüder. Auf diese Weise versucht der Band, einen weiterführenden Beitrag zu den Bereichen der Allgemeinen Literatur und der Interkulturellen Germanistik zu leisten. Er möchte vor allem das Verständnis des Kulturtransfers in einem Globalisierungsprozess vertiefen, in dem Ostasien zunehmend eine wichtige Rolle spielt.