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Versuche zur europäischen Literatur

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Reinhold Grimm

Die Vorstellung von unabhängigen, gleichsam verdinglichten 'Nationalliteraturen' ist ein Mythos des 19. Jahrhunderts: selbst der Begriff einer 'europäischen Literatur' bedarf allmählich schon der Erweiterung. Die hier gesammelten fünfzehn Beiträge aus drei Jahrzehnten sind von dieser Überzeugung getragen. Sie gelten, wie unterschiedlich auch immer, dem wahrhaft weiten Feld der Verbindungen, Entsprechungen und Wechselwirkungen zwischen den Dichtern und den Werken, den Gattungen, Schulen, Epochen, ja schöpferischen Launen über alle sprachlichen und politischen Grenzen hinweg. Behandelt werden Texte bzw. übergreifende Themen vor allem aus der deutschen, englischen und französischen Literatur, doch daneben auch bereits Beziehungen zur Türkei und zu Thailand.
Aus dem Inhalt: U.a. «Die deutsche Ursache des Camus'schen Fremden» - William Beckfords Vathek - Deutsche politische Novellistik des 20. Jahrhunderts - «Ausdrucksmittel des nichtheroischen Tragödienhelden» - Brecht in Spanien - Benns Brüsseler 'Urerlebnis' - Übersetzungsfragen - Die europäische Erzählform Capriccio - Volker Brauns «Tagtraum» - Hofmannsthals «Schicksalslied».