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«Üppiges, unzüchtiges Lebwesen»

Schaffhauser Ehegerichtsbarkeit von der Reformation bis zum Ende des Ancien Régime (1529 - 1798)

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Roland E. Hofer

Die Ehegerichtsbarkeit und als deren Instrument das Ehegericht ist eine zentrale Schöpfung der Reformation in ihrem Versuch, neue Verhaltensnormen zu postulieren. Dann aber auch die herausragende staatliche Institution, obrigkeitliche Moralpolitik durchzusetzen. Damit wird das Ehegericht zu einer wichtigen Stütze des Regiments der Gnädigen Herren. Die Untersuchung zeigt anhand der Auswertung der Protokolle des Ehegerichts die Spannbreite seiner Tätigkeit im Spannungsfeld zwischen obrigkeitlichem Disziplinierungswillen und untertänigem Anpassungs- und Widerstandsvermögen.
Aus dem Inhalt: Reformatorisches Eherecht - Arbeit des Ehegerichts nach Fallgruppen - Stellung der Dorfgeistlichen - Soziale Aspekte des Ehelebens in der Frühneuzeit - Problematik der unehelichen Schwangerschaft.