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Andreae Gryphii- Horribilicribrifax Teutsch

Formanalyse und Interpretation eines deutschen Lustspiels des 17. Jahrhunderts im soziokulturellen und dichtungstheoretischen Kontext

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Jolanda Lötscher

Anhand einer detaillierten Formanalyse und Interpretation des Lustspiels Horribilicribrifax (enst. um 1648, gedr. 1663) kann nachgewiesen werden, dass sich die Glaubens-, Moral- und Weltanschauung des Trauerspieldichters und Lyrikers Andreas Gryphius (1616-1664) auch in seinem Lustspiel manifestiert. Gemessen an den zeitgenössischen poetischen Normen und eingebettet in seinen sozialgeschichtlichen Rahmen, zeigt das Lustspiel Horribilicribrifax eine formale Breite und gehaltliche Tiefe, die das Werk in seiner variationsreichen Vielschichtigkeit als Kunstdrama von erstaunlicher literarischer Qualität ausweisen. Damit lässt sich die in der Forschung und Literaturgeschichtsschreibung immer wieder formulierte Ansicht von der Minderwertigkeit der Gryphschen Lustspiele am Beispiel des Lustspiels Horribilicribrifax gründlich widerlegen.
Aus dem Inhalt: Forschungsüberblick - Lustspieltheorie und Gattungspoetik: Anforderungen an den Dichter und sein Werk, Gryphius' Einstellung dazu - Analyse u. Interpretation u.a. von: Titel, Aufbau, Sprache, Figuren, Komik, Liebeskonzeption.