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B. Travens Kulturkritik in den frühen Romanen

«Die Baumwollpflücker» (1925) - «Das Totenschiff» (1926) - «Die Brücke im Dschungel» (1927) - «Der Schatz der Sierra Madre» (1927) - «Die Weisse Rose» (1929)-

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Markus Eigenheer-Kolditz

B. Traven (1882?-1969) gehört mit seinen Romanen in Millionenauflage und zahlreichen Verfilmungen zu den bestverkauften Abenteuerschriftstellern dieses Jahrhunderts. Seine Geschichten sind jedoch nicht nur spannend. Vor allem in seinen frühen Romanen - Die Baumwollpflücker (1925), Das Totenschiff (1926), Die Brücke im Dschungel (1927), Der Schatz der Sierra Madre (1927), Die Weisse Rose (1929) - bringt B. Traven differenzierte Kulturkritik vor. Dass der Europaflüchtige nach der gescheiterten Münchner Räterepublik (1919) im nachrevolutionären Mexiko seine Heimat fand, wirft Licht auf seine anarchistische Gesinnung und dokumentiert seine Kritik sowohl am kommunistischen Weg Russlands als auch an der Rolle der Sozialdemokraten in der Weimarer Republik. Dennoch verlor er niemals den Kontakt zu den Arbeitern in Deutschland, an die sich seine Bücher in erster Linie wandten. Dieses Spannungsverhältnis zwischen einer radikalen Kulturkritik und deren undogmatischen Verbreitungsart ist der Gegenstand der vorliegenden Arbeit.
Aus dem Inhalt: Travens Haltung zum technischen Fortschritt und zur sozialen Frage - Der Tramp: Die ideale Lebensform - Politische und ästhetische Einordnung von Travens Schreiben.