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Lungenkrebs und Lebensqualität

Eine qualitative Untersuchung der individuellen Wirklichkeit von Krebskranken, Onkologen und Psycho-Onkologen- Sektion Psycho-Onkologie der Schweizerischen Arbeitsgruppe für Klinische Krebsforschung

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Heinrich Egli

Das kleinzellige Bronchuskarzinom entspricht oft mit schwerem Leiden und baldigem Tod der Metapher «Krebs» und stellt das bisher gewohnte Lebensgefühl und Weltbild fundamental in Frage. Behandlungen haben oft nicht heilende, sondern nur lindernde Wirkung, so dass der Lebensqualität der Kranken unter einer Behandlung entscheidende Bedeutung zukommt. Diese Lebensqualität lässt sich nicht ohne weiteres messen. In kritischer Auseinandersetzung mit psychometrischen Methoden versucht unsere Arbeit, ein Bild zu zeichnen vom Erleben der Patienten und vom Erleben der Umgebung der Kranken, indem eine Serie von Interviews mit Patienten dargestellt und in einem weiteren Kontext interpretiert wird. Sowohl inhaltlich wie in Interaktionen zwischen Patienten, Untersuchern und weiterem Umfeld wird ein Muster des Umgangs mit einer aggressiven Bedrohung deutlich. Das Erkennen des Musters auch bei sich selbst kann eine Verstehenshilfe sein und helfen, die Existenzerfahrung des Ausgeliefertseins an die Wirklichkeit besser ins Alltagsbewusstsein zu integrieren, was Betreuer und Forscher freier machen würde.
Aus dem Inhalt: Vorwort: Qualitative und quantitative Zugänge zur Lebensqualität - Methodische Vorbemerkungen - Zum zirkulären Denken - Geschichte unserer Gruppe - Interviews mit Patienten - Der Verlauf der Gespräche, die Bewältigungsmechanismen der Patienten - Versuch einer Interpretation.