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Das Schweinetauschsystem «tee» der Enga im westlichen Hochland von Papua-Neuguinea

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Danielle Bazzi

Mit «tee» wird das zeremonialisierte Schweinetauschsystem der Enga im westlichen Hochland von Papua-Neuguinea bezeichnet. Die Organisation des Schweinetausches umfasst weit verzweigte Ketten und findet in Sequenzen statt. So gelangen Gaben in Form lebender Schweine von einer «community» zur anderen. Gegengaben treffen erst Jahre später in der umgekehrten Richtung ein.
Das Tauschsystem, eine clan- und regionübergreifende Institution, ermöglicht es, mittels Schweinegaben mit anderen in Kontakt zu treten. Wohl stehen die meisten direkten Tauschpartner in einem affinalverwandtschaftlichen Verhältnis, doch die Bedeutung des tee-Netzes übersteigt diejenige der verwandtschaftlichen Beziehungen. Zugeschriebene Positionen können verändert und «Politisches» kreiert werden.
Aus dem Inhalt: Produktionsweise, Verwandtschaftsbeziehungen und tee-Tauschpartnerschaften - Graphische Darstellungen der Enga-Gruppen und der tee-Wege - Ökonomische und politische Funktionen des tee - Rituelle Schweineschlachtungen bei Fruchtbarkeits- und Ahnenritualen.