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Der Erste Weltkrieg im Widerhall des «Zeit-Echo» (1914-1917)

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Vera Grötzinger

Die literarisch-bildkünstlerische Zeitschrift «Zeit-Echo» (1914-1917) stellt einen nahezu repräsentativen Querschnitt der Bewußtseinsgeschichte der Dichter und Künstler im Ersten Weltkrieg dar. Die als Zeitschriftenmonographie angelegte Studie situiert die von der Forschung wenig beachtete Publikation im zeithistorischen und medialen Kontext. Gestützt auf reiches, teilweise unveröffentlichtes Quellenmaterial gelingt es der Autorin, Zensurvorgänge im Ersten Weltkrieg und die Überwachung und Verfolgung der politischen «Linken» in der «neutralen Schweiz» am Beispiel der Zeitschrift und ihrer Herausgeber zu rekonstruieren. Anhand wechselnder literarischer und bildkünstlerischer Reaktionen wird der Widerhall des Krieges und der damit verbundene Wandel im Selbstverständnis der Zeitschrift untersucht. Dieser Wandel vollzieht sich im Spannungsfeld zwischen einem intellektuellen Kriegsengagement und einer pazifistisch bestimmten Antikriegshaltung und spiegelt die inneren Kontroversen und geistig-politischen Orientierungsprozesse der künstlerischen Intelligenz wider. Besondere Berücksichtigung finden die geschlechterspezifische Rolle der Frauen im Ersten Weltkrieg und das ausdrucksstarke Zusammenwirken von Bild und Text in diesem einzigartigen geistes- und kulturgeschichtlichen Dokument des Ersten Weltkrieges und des «Expressionistischen Jahrzehnts».
Aus dem Inhalt: Zeitschriftenmonographie - Zensurpolitik im Ersten Weltkrieg - Dichter und bildende Künstler im Ersten Weltkrieg - Kriegsbegeisterung, Kriegskritik und revolutionärer Aktivismus - Der Krieg als Motiv in der Dichtung und in der bildenden Kunst - Wechselbeziehungen zwischen Bild und Text - Überwachung der «Anarchistenkreise» in der Schweiz im Ersten Weltkrieg.