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Mythische Diskurse in Max Frischs «Mein Name sei Gantenbein»

Semiotische Kritik

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Brigitta Hochuli

Die Zitierung und Subvertierung mythischer Diskurse durch den Autor Max Frisch zeitigt semiotische Kritik an deren Epistemologie und ermöglicht eine neuartige Diskursanalyse, welche den Modellen von Barthes, Greimas, Foucault und Keller verpflichtet ist. Die Arbeit befasst sich schwerpunktmässig mit den Wirrungen der mythenversessenen Figur Enderlin, zeigt aber immer wieder Homologien zu und gestische Verflechtungen mit anderen Aktanten sowie die im Roman entfalteten Paradigmen auf. Theo Gantenbein wird gezeigt im Zusammenhang mit seiner Namengebung im Titel des Romans und der mythischen Tragweite dieses Vorgangs sowie mit den semiotisch höchst fruchtbaren Bedeutungsfeldern der «Blindnis» und des Spiels. Ihres didaktischen Aufbaus wegen richtet sich die Abhandlung sowohl an Literaturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler als auch an Mittelschullehrerinnen und -lehrer.