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Enttabuisierung

Essays zur russischen und polnischen Gegenwartsliteratur

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Jochen-Ulrich Peters and German Ritz

Mit dem Prozess der Enttabuisierung wird eine dominante Erscheinung der literarischen Erneuerung in den 80er und 90er Jahren Polens und Russlands beschrieben. Die Enttabuisierung bezieht sich dabei sowohl auf den ästhetischen als auch gesellschaftlichen Wandel. Die Freude an der Auflösung von Tabus trifft immer auch auf die ihr entgegengesetzte Kraft: Die Sehnsucht nach dem Tabu. Die Enttabuisierung wird interdisziplinär in der Literatur, der Kunst und im Film verfolgt. Im Zentrum stehen Autorinnen und Autoren wie E. Popov, V. Narbikova, L. Petrusevskaja, E. Charitonov, T. Konwicki, H. Grynberg.
Aus dem Inhalt: U.a. Ende der Verantwortungsästhetik - Evolution von Kunst und Kunstbetrieb in Moskau - Stalinismuskritik im Drama - Wiederholung der Geschichte (Film der Perestrojka) - Solidarität und sexueller Aussenseiter - «Brulion» oder der Bedarf nach Tabu.