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Vater und Tochter

Erkundung einer erotisierten Beziehung in Leben und Werk Theodor Fontanes

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Regina Dieterle

Was verbindet, was trennt Väter und Töchter? Die vorliegende literaturwissenschaftliche Studie zeigt am Beispiel von Vater-Tochter-Erzählungen aus verschiedenen Jahrhunderten, dass die Sexualität, das erotische Begehren, ein wesentliches Konfliktmoment dieser höchst brisanten familialen Beziehung ist. Das Hauptinteresse gilt dabei dem Schriftsteller Theodor Fontane, dessen Werk die Gefühlsgeschichte zwischen Vätern und Töchtern psychologisch differenziert erzählt, und seiner einzigen Tochter. Martha Fontane war der Liebling des Vaters und lebte so sehr für ihn und sein Schreiben, dass sie am Ende nur noch in seinem fiktionalen Gebäude Lebensraum gewann. Die Tragödie dieser treuen Tochter kontrastiert die schöpferische Leistung eines bedeutenden deutschen Autors.
Die Autorin: Regina Dieterle, 1958 in Horgen geboren, studierte von 1980 bis 1986 an der Universität Zürich Germanistik, Psychologie und Publizistik. Sie ist, zusammen mit Roger Perret, Herausgeberin des Bandes «Annemarie Schwarzenbach: Auf der Schattenseite. Reportagen und Fotografien» (Lenos 1990).