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Literarische Funktionen der Personeneigennamen in den Novellen und Erzählungen von I.S. Turgenev

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Christoph Dolny

Die vorliegende Arbeit versteht sich als Beitrag zur literarischen Onomastik. Der erste Teil gibt Aufschluß über Geschichte, Methodik und Zielsetzung dieser Forschungsrichtung und grenzt sie von der «allgemeinen» Onomastik ab. Der zweite Teil ist dem Vergleich der Personeneigennamen in den Werken Turgenevs mit dem realen russischen Nameninventar gewidmet - auf der morphologischen, lexikalischen und syntaktischen Ebene und unter Berücksichtigung der sozialen Stratifikation. Der dritte Teil untersucht zunächst die Haltung, welche Klassizismus, Romantik und Realismus in Rußland gegenüber den literarischen Namen einnahmen. Dann wendet er sich der Interpretation der mehr als 30 Erzählungen und Novellen sowie der «Aufzeichnungen eines Jägers» zu. Es wird gezeigt, welche Rolle die Namengebung im künstlerischen Konzept der einzelnen Werke und für Turgenevs «Personalstil» spielt. Ausformung und Entwicklung von Turgenevs «Namenlandschaft» geben nicht nur Anhaltspunkte für die Erschließung erzählerischer Tiefenstrukturen, sondern auch für die Periodisierung seines Gesamtwerks. Im Anhang wird neben anderen Arbeitsmaterialien eine Liste der verwendeten Etymologien russischer Vornamen gegeben. Die beigefügte Datenbank erleichtert die Kontrolle der Ergebnisse, sie bietet sich auch für vergleichende Studien zum Werk anderer Schriftsteller an. Spezielle Register der Familien-, Vor- und Vatersnamen sowie der Über- und Tiernamen ermöglichen weitere Zugriffe.
Aus dem Inhalt: Zum Begriff der literarischen Onomastik - Statistischer Vergleich mit dem realen Nameninventar - Literarische Funktionen der Personeneigennamen: Typologie und literarische Tradition vor Turgenev - Einzelanalysen der Erzählungen, Novellen und «Skizzen» - Entwicklung des Systems der Personeneigennamen im Novellenschaffen von Turgenev - Anhang: Vornamenetymologien, Literaturverzeichnis, Datenbank und Namenregister.