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Ökologie und Öffentlichkeit

Untersuchungen zur Rolle der sowjetrussischen Schriftsteller in der ökologischen Bewusstseinsbildung der fünfziger bis achtziger Jahre

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Stephan Hirzel

Der Literatur- und Kulturbetrieb hat in der Sowjetunion und in Russland immer eine besondere Stellung eingenommen. Schriftstellerinnen und Schriftsteller verfügten über hohes Sozialprestige und spielten im gesellschaftlich-politischen Leben des Landes eine bedeutsame Rolle. Dieser Einfluss, diese «Wirkung von Literatur», wird im Hinblick auf das allmählich wachsende Umweltbewusstsein näher untersucht. Die Behandlung des ökologischen Themas und seine Rezeption in Literaturkritik und Gesellschaft wird am Beispiel zweier berühmter Werke gezeigt, an L. Leonovs Roman «Der russische Wald» (1953) und V. Rasputins Erzählung «Abschied von Matjora» (1976). Anschliessend werden die Ergebnisse in einen grösseren Zusammenhang gestellt: Welches war die Entwicklung des sowjetischen Umweltrechts? Kann Sprache als Indikator für Umweltbewusstsein dienen? Kann Literatur ökologisches Bewusstsein erzeugen?
Aus dem Inhalt: Politische und historische Voraussetzungen - Schriftsteller und Umweltschutz - Rezeption ökologischer Thematik in der Literatur (L. Leonov: «Der russische Wald» / V. Rasputin: «Abschied von Matjora») - Sowjetisches Umweltrecht - Sprache als Indikator für Umweltbewusstsein - Ökologisches Bewusstsein durch Literatur?