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Bonstettiana

Historisch-kritische Ausgabe der Briefkorrespondenzen Karl Viktor von Bonstettens und seines Kreises 1753-1832- mit Einleitung und Kommentar herausgegeben von Doris und Peter Walser-Wilhelm- Band I: 1753-1773-

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Die Gesamtausgabe «Bonstettiana» wurde mit der Ehrengabe der Martin Bodmer Stiftung für einen Gottfried Keller-Preis ausgezeichnet
Karl Viktor von Bonstetten (1745-1832), Sproß aus einer der sechs innersten Berner Patrizierfamilien, ist Goethe durch seine Lebensdaten wie durch die Universalität seines Geistes und sein weltweites Beziehungsnetz ähnlich. Sainte-Beuve hat ihn als esprit cosmopolite, européen porträtiert. Seiner Mehrsprachigkeit, seiner Kultur der Konversation, dem weiten Horizont seines Intellekts sowie seiner geistigen und politischen Liberalität ist es zuzuschreiben, daß Bonstetten in höherem Alter in Genf von Menschen aus aller Welt und allen Ständen aufgesucht wurde und daß seine Briefkorrespondenz ins Unermeßliche wuchs. Dadurch und dank einer günstigen Quellenlage wird er zu einer wichtigen Leitfigur für die Erforschung der europäischen Übergangszeit zwischen Aufklärung und Romantik.
Die historisch-kritische Edition der BONSTETTIANA erschließt zum erstenmal die ganze Breite von Bonstettens Briefkorrespondenzen sowie den Briefwechsel zwischen seinen wichtigsten Briefpartnern (u.a. Johannes von Müller, Friedrich von Matthisson, Friederike Brun, Verleger Johann Heinrich Füssli, Heinrich Zschokke, Philipp Albert Stapfer, Charles Bonnet, Germaine de Staël). Das Korrespondentennetz erstreckt sich über den ganzen Kontinent. Die auf vierzehn Bände angelegte Edition zählt rund 5200 Briefe, die aus zahlreichen Archiven in Deutschland, Frankreich, Italien und der Schweiz zusammengetragen wurden und bisher größtenteils unveröffentlicht waren. Die Edition ist chronologisch angelegt, übersichtlich gegliedert und gründlich kommentiert. Von besonderem Interesse ist die deutsch-französische Zweisprachigkeit Bonstettens und seiner wichtigsten Briefpartner. Die Transkription der Texte integriert auch deren Entstehung und ist dennoch gut lesbar.
Born in Berne, Switzerland, in 1745, Charles Victor de Bonstetten was an outstanding and charismatic figure during the period of transition in Europe, as the Enlightenment gave way to Romanticism. This historical edition of the BONSTETTIANA offers the first comprehensive collection of known letters written and received by Bonstetten as well as those exchanged among his foremost correspondents. Altogether, more than 500 such relationships are covered, spanning Switzerland, England, Scandinavia, France, Italy, Germany, eastern Europe and Greece. This complex web of correspondence offers a fascinating insight into the course of European history between 1753 and 1832, the year of Bonstetten's death in Geneva. The entire collection of some 5 200 documents - most of them written in French or German - is arranged in chronological order and presented clearly and systematically with extensive commentaries. The authoritative, easy-to-read transcription and the inclusion of a number of facsimiles enable the reader to form a clear and vivid impression of the original manuscripts.
Aus dem Inhalt: Teilband I/1: 1753-1766
Bonstettens Persönlichkeit - Studienjahre in Genf
Einleitung der Herausgeber:
Anhang A-G: Übersicht der Briefbeziehungen und ergänzenden Dokumente - Transkriptionszeichen - Formular der Dokumente - Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen - Identifizierung der Dokumente durch das Kalenderdatum - Lebensdaten Karl Viktor von Bonstettens - Stammtafeln.
Fragmente einer Autobiographie:
Erinnerungen aus Bonstetten's Jugendleben - Sechs Briefe an die comtesse de Caffarelli - Études de l'homme, Introduction - Histoire de ma vie pensante - Vom Gedächtnis der moralischen Gefühle - Vorrede zu den Briefen an Müller aus Italien - Souvenirs de Charles Victor de Bonstetten - Liste besuchter Städte und Länder sowie von Persönlichkeiten, mit denen Bonstetten Bekanntschaft machte.
Ansatzpunkte einer Würdigungsgeschichte:
Jean-Philibert Damiron, M. de Bonstetten - Philipp Albert Stapfer an Karl David von Bonstetten am 15. Februar 1832 - Philipp Albert Stapfer, Notes sur les écrits de M' de Bonstetten - Henri Boissier, Charles Victor de Bonstetten - Albertine-Andrienne Necker, née de Saussure, an Henri Boissier 10. Oktober 1834 - Bernhard von Beskow, Charles Victor de Bonstetten.
Kapitel I:
«Je chéris ce fils» (1753-1763) - Vorbemerkung. Der Vater: Karl Emanuel von Bonstetten - Zeittafel 1694-1763 - Übersicht der Briefbeziehungen - Das Briefdossier Karl Viktor von Bonstetten - Eltern Bonstetten - Briefe, 8. November 1753 - 6. Mai 1763.
Kapitel II:
Genf, «La petite vérole de l'esprit» (1763-1766) - Das Briefdossier Bonnet - Bonstetten - Müller - Briefe 19. Mai 1763 - Juni 1764 - Jakob Heinrich Meister, Genfer Tagebuch August - September 1764 - Briefe 5. November 1764 - 29. Oktober 1766.
Teilband I/2: 1766-1773
Studienjahre im Ausland - Rückkehr nach Bern
Kapitel III:
«Mit vollen Segeln auf die Klippe, Bern genannt» (1766-1768) - Briefe 12. November 1766 - 28. Dezember 1767.
Kapitel IV:
Holland - «Vous vous êtes entièrement perdu à Leyde» (1768-1769) - Briefe 4. März 1768 - 27. Juli 1769.
Kapitel V:
England - «Mes poumons s'étaient élargis» (1769-1770) - Briefe 11. August 1769 - 20. März 1770 - øBonstetten! Auszug aus dem Reise=Journal eines Schweitzers, von den Jahren 1768 bis 70. - øBonstetten! Zwölf persönliche brittische Anekdoten. Aus dem Munde des verstorbenen Dichters Gray, von einem Schweitzer in England gesammelt, im Jahre 1770.
Kapitel VI:
Paris, - «La distance immense du génie anglais à celui des Français» (1770) - Briefe 4. April 1770 - 1. Oktober 1770 - øBonstetten! Auszug aus dem Reise=Journal eines Schweitzers, von den Jahren 1768 bis 70. - Zur Überlieferung der Briefe von Thomas Gray und Norton Nicholls an Bonstetten.
Kapitel VII:
Berne - «La morgue de l'aristocratie» - Briefe 16. November 1770 - 19. Januar 1773 - Bonstetten und Jean-Pierre Bérenger - Bonstetten und Jakob Samuel Wyttenbach im Berner Oberland und im Wallis - Inventar der Liegenschaften Bonstettens in Valeyres-sous-Rances.
Kapitel VIII:
«Quel exemple mon père ne me laisse-t-il pas?» - 28. Januar 1773: Tod des Vaters - Briefe 5. Februar 1773 - 20. April 1773.
Verzeichnis der Abbildungen
Personenregister