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«Diu Crône» Heinrichs von dem Türlin: Wunderketten, Gral und Tod

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Johannes Keller

Die Wunderketten der Crône sind in der höfischen Literatur einmalig. Die rätselhafte Phantastik dieser Passagen hat bisher meist nur Staunen und Befremden hervorgerufen und jede weiterführende Deutung verunmöglicht. Die vorliegende Arbeit analysiert die Wunderketten in drei Schritten: Zuerst werden die einzelnen Todesbilder textimmanent gelesen; in einem zweiten Schritt geht es darum, vor dem Hintergrund der Gattungstradition die Charakteristika der Wunderketten zu zeigen; der dritte Schritt offenbart die enge Verbindung der Wunderketten zu ihrem Kontext. Die Wunderketten sind Engführungen der ganzen Crône. In diesem Licht eröffnen sich neue Perspektiven auf die in der Crône vorgeschlagene Lösung der Gralsproblematik. Der Text Heinrichs von dem Türlin ist in seiner komplexen Originalität ein Höhepunkt der höfischen Artus- und Gralsromane.
Aus dem Inhalt: Die erste Wunderkette als erfolglose Gralssuche - Die zweite Wunderkette als grundlegendes Hinterfragen des Rittertums - Die dritte Wunderkette als Weg zur Gralserlösung - Die Gralserlösung als Höhepunkt der Crône, aber auch der vorangehenden Artus- und Gralsromane.