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Die Verbalgrösse Imperativ im Spanischen

Überlegungen zum Grundwert des spanischen Imperativs und seiner Stellung innerhalb des Modussystems

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Martin Gysi

Im Vergleich zum grossen Interesse, das die Wissenschaft dem romanischen Konjunktiv – und parallel dazu dem Indikativ – entgegenbringt, ist dasjenige für das dritte traditionell als Modus betrachtete Paradigma, den Imperativ, eher bescheiden. Die vorliegende Arbeit füllt diese Lücke bezüglich des Spanischen. Zwei Fragestellungen stehen dabei im Vordergrund. Lässt sich aus der Analyse des Imperativgebrauchs im discours ein Imperativgrundwert auf der Ebene der langue ableiten, wie dies für den Konjunktiv immer wieder versucht wurde? Ist es möglich, dem Imperativ – neben dem Konjunktiv und dem Indikativ – aufgrund einheitlicher Kriterien einen klaren Stellenwert im Modussystem zuzuordnen? Die vorliegende Studie enthält die bisher vollständigste Darstellung und Analyse der verschiedenen Imperativfunktionen im Spanischen. Davon ausgehend wird eine Grundwerthypothese entwickelt, deren Verifizierung zum Ansatz einer neuen Modustheorie führt, die allen drei spanischen Modi in gleicher Weise gerecht wird und auch auf andere romanische Sprachen angewandt werden kann.
Aus dem Inhalt: Forschungsstand: Modus, Tempus und Aspekt – Analyse des Funktionenspektrums des Imperativs – Grundwerthypothese – Stellung im Modussystem.