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Die desorganisierte Mutterbindung bei einjährigen Kindern

Die motivationspsychologische Bedeutung der D-Klassifikation im 'Fremde-Situations-Test'

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Marina Zulauf-Logoz

Die Bindungstheorie unterscheidet nach M. Ainsworth Kinder mit sicherer Mutterbindung (B) von Kindern mit unsicher-vermeidender Bindung (A) oder unsicher-ambivalenter Bindung (C). Die zusätzlich von M. Main definierte Kategorie der desorganisiert gebundenen Kinder (D) ist noch unvollständig erforscht. Was hat es nun mit der 'desorganisierten Bindung' auf sich? Die vorliegende Untersuchung setzt sich mit der Frage auseinander, ob die D-Bindung nur eine unklare Restkategorie innerhalb der Typologie von Ainsworth darstellt oder ob diese Kinder auch durch eine deskriptive Analyse ihres Bindungs- und Explorationsverhaltens sowie psychophysiologischer Reaktionen zu identifizieren sind. Der motivationspsychologische Ansatz des Buches orientiert sich am Ursprung der Bindungsforschung in Ethologie und Systemtheorie. Die Resultate belegen auch das Zusammenwirken von Bindungsqualität und Geschlecht.
Aus dem Inhalt: Die Bedeutung der primären Bindung aus der Sicht der Psychoanalyse, Ethologie und Bindungsforschung - Bindungs- und Explorationsverhalten einjähriger Kinder mit desorganisierter Mutterbindung - Physiologische Begleiterscheinungen - Die geschlechtsspezifischen Auswirkungen der D-Bindung.