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Das Yulu des Chan-Buddhismus

Die Entwicklung vom 8.- 11. Jahrhundert am Beispiel des 28. Kapitels des "Jingde chuandenglu</I> (1004)

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Christian Wittern

Das Yulu des Chan-Buddhismus entwickelte sich an der Wende zur Neuzeit als Text gewordener Ausdruck der sozialen und politischen Verwerfungen dieser unruhigen Jahrhunderte. Im Spannungsfeld zwischen dem Hauch des gesprochenen Wortes und dem überlieferten Buchstaben der Schrift, zwischen der situationsbezogenen Handlung des einen Moments und der unveränderlichen, ewigen Wahrheit bezeichnet es eine frische und neue Antwort auf die Fragen der Zeitgenossen. Die hier erstmals übersetzten Predigten und Dialoge wichtiger früher Meister sprechen alle wichtigen Themen des Chan- (jap. Zen-) Buddhismus an und spiegeln die Entwicklung vom 8. bis 11. Jahrhundert wider. Sie geben auch wichtige Aufschlüsse über ein frühes Stadium der Entwicklung der chinesischen Sprache, das anderweitig kaum authentisch dokumentiert ist. Der Übersetzung ist der komplette Text des chinesischen Originals nebst ausführlichen Erläuterungen beigegeben. Die Entwicklung des Yulu schafft in Form, Methodik und Thematik wichtige Voraussetzungen für die Herausbildung der neo-konfuzianistischen Philosophie der Song-Zeit.
Aus dem Inhalt: Der sozio-historische Kontext - Von verbotenen Notizen zum sanktionierten Text: Die Entwicklung der Gattung Yulu - Das Jingde chuandeng lu und sein 28. Kapitel - Chuandeng lu Kapitel 28: Übersetzung.