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Religiöse Identität und Gesangbuch

Zur Ideologiegeschichte deutschsprachiger Einwanderer in den USA und die Auseinandersetzung um das 'richtige' Gesangbuch

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Otto Holzapfel

Ausgehend von Begriffen wie Identität und Ethnizität werden deutschsprachige Konfessionen in den USA untersucht. Das Gesangbuch spiegelt den deutsch-englischen Sprachwechsel im Laufe des 19. Jhs. Pennsylvania war eine konservative 'Insel'; im 'Mittleren Westen' hatte die 'Lutheran Church' eine heftige Auseinandersetzung um das «Deutsche Gesangbuch» (1849). Die 'Missouri Synod' behauptete sich weiterhin 'kirchendeutsch', aber das 20. Jh. kennt eine neue künstliche 'Bindestrich-Ethnizität' und eine 'ethnic church'. - Hier schlägt die Volksliedforschung Brücken zur Hymnologie. Drei Liedbeispiele, «Ich bin getauft auf deinen Namen...», «Mit Ernst, ihr Menschenkinder...» und «Wer nur den lieben Gott lässt walten...», dokumentieren mit ihren Varianten die Möglichkeiten (und Grenzen) typologischer Textanalyse. - Die Untersuchung im Rahmen eines Forschungsprojekts der Alexander-von-Humboldt-Stiftung schliesst eine Dokumentation deutscher und deutsch-amerikanischer Kirchengesangbücher ein.