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Die Gestalt der Dichtung

Der Einfluss der Gestalttheorie auf das Werk Robert Musils

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Silvia Bonacchi

Die vorliegende Arbeit rekonstruiert die Begegnung Robert Musils mit der Gestalttheorie vor dem Hintergrund der Neuorientierung in den Natur- und Geisteswissenschaften um die Jahrhundertwende und der Suche nach einer säkularisierten monistischen Wirklichkeitsauffassung, weiter deren originelle Umsetzung im literarischen und essayistischen Werk. Untersucht werden Die Vereinigungen, Der Mann ohne Eigenschaften, die wichtigsten Aufsätze poetologischen und theoretischen Charakters sowie zahlreiche Texte aus Musils Nachlaß. Indem die Arbeit die mannigfaltigen Zusammenhänge zwischen wissenschaftlichen Kenntnissen, dichterischer Produktion und poetologischer Reflexion ans Licht bringt, eröffnet sie neue Interpretationsperspektiven für das Werk des österreichischen Schriftstellers.
Aus dem Inhalt: Die erste Begegnung Musils mit der Debatte über die Gestaltqualitäten: die Studienjahre in Berlin - Die Rezeption der Gestalttheorie in den zwanziger Jahren - Die Prüfung der Gestalttheorie als Modell für eine Affekt- und Handlungstheorie - Ein Literaturbegriff mit Gestalteigenschaften.