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Das St. Pauler Evangelienreimwerk

Band II: Untersuchungen

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Johannes Fournier

Um die Mitte des 14. Jahrhunderts versucht ein Dichter, die vier kanonischen Evangelien in mittelhochdeutsche Reimpaarverse zu fassen. Trotz aller Zwänge, die Reim und Vers ihm auferlegen, gelingt ihm mit Hilfe bestimmter übersetzungstechnischer 'Kunstgriffe', z.B. der charakteristischen Verwendung synonymischer Doppelformen, die weitgehend wörtliche Übertragung des Bibeltextes. Zugleich dient der gezielte Einsatz sprachsprachlicher Mittel in verschriftlicher Form einem leichten Verständnis des Vortragstextes. Die Dichtung gehört nach Ausweis ihrer Schreib- und Reimsprache in den Großraum Frankfurt, wo sie auch benutzt wurde, wie die aus der Handschrift rekonstruierbare Leseordnung zu erkennen gibt. Vielleicht muß die Übersetzung als bislang unbekanntes Glied im literarischen Schaffen des Deutschen Ordens angesehen werden.
Aus dem Inhalt: Überlieferung, Sprache und Versbau - Das 'St. Pauler Evangelienreimwerk' als Bibelübersetzung - Zur Syntax des 'St. Pauler Evangelienreimwerks' - Der 'Sitz im Leben': Zur Gebrauchssituation des 'St. Pauler Evangelienreimwerks' - Mittelhochdeutsch-lateinisches Glossar - Lateinisch-mittelhochdeutsches Umkehrglossar.