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Genie und tragische Kunst

Karl Philipp Moritz und die Ästhetik des 18. Jahrhunderts

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Alessandro Costazza

Diese Untersuchung betrachtet die ästhetische Position von Karl Philipp Moritz vor dem Hintergrund der gesamten ästhetischen und philosophischen Diskussion des 18. Jahrhunderts, die hier wiederum, nach dem Prinzip der hermeneutischen Zirkularität, ausgehend von den in Moritz' Schriften in Angriff genommenen Problemkomplexen rekonstruiert wird. Beschäftigte sich der erste Band dieser Untersuchung, der unter dem Titel Schönheit und Nützlichkeit erschienen ist, hauptsächlich mit Moritz' Auseinandersetzung mit der Wirkungsästhetik der Frühaufklärung, so bildet die Entwicklung einer Produktionsästhetik von Baumgarten zum Sturm und Drang und bis zur deutschen Klassik den Gegenstand dieser Betrachtung. Darüber hinaus werden in den letzten Kapiteln Moritz' Ansätze zu einer neuen Theorie des Tragischen rekonstruiert, die sich von der aufklärerischen Diskussion distanziert und wichtige Positionen der Romantik vorwegnimmt.
Aus dem Inhalt: Erster Teil: Genie und Dilettant: I. Nachahmung und Genie in der Bildenden Nachahmung - II. Moritz' Auffassung des künstlerischen Produktionsprozesses - III. Die Erkenntnisleistung der Kunst bei Moritz - IV. Die Irrationalisierung des künstlerischen Schaffensprozesses - V. Der Dilettantismus als Phänomen der Goethezeit - VI. Der Dilettantismus und die Krise des modernen Subjekts - Zweiter Teil: Die tragische Kunst: I. Das tragische Gesetz der Bildung - II. Die «tragische Kunst».