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«Hug Schapler» - Überlieferung und Stilwandel

Ein Beitrag zum frühneuhochdeutschen Prosaroman und zur lexikalischen Paarform

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Peter Bichsel

Der Hug Schapler ist eine der vier Prosaübersetzungen französischer Chansons de geste, die von Elisabeth von Nassau-Saarbrücken aus der Zeit um 1437 überliefert sind und am Anfang der Tradition des frühneuhochdeutschen Prosaromanes stehen. Der Hug Schapler eignet sich vor allem deshalb zu einer sprach- und textsortengeschichtlichen Untersuchung, weil an seinem Beispiel Überlieferung und Bearbeitung dieser Texte bis ins 19. Jahrhundert lückenlos nachvollzogen werden können. Im ersten Teil der Arbeit werden der Überlieferungsweg und die formalen Veränderungen des Textes nachgezeichnet. Es wird versucht, stilistische Eingriffe vor ihrem geistesgeschichtlichen Hintergrund darzustellen. Der zweite Teil konzentriert sich ganz auf die lexikalische Paar- oder Zwillingsform. Das in den Prosaromanen wie in mittel- und frühneuhochdeutschen Texten überhaupt häufige Stilmerkmal wird in seiner quantitativen wie qualitativen Entwicklung bis ins 19. Jahrhundert hinein verfolgt.
Aus dem Inhalt: Überlieferungsstufen: Handschrift, Erstdruck und Folgedrucke bis 1794 - Überlieferungstypologie - Anfänge des historischen Interesses am Text im 18. Jahrhundert - Archaisierung durch Karl Simrock 1856 - Bestand und Entwicklung der Paarformen - Die Paarform: lexikalische Einheit oder syntaktisches Muster?