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Gewalt im Gespräch

Verbale Gewalt in politischen Fernsehdiskussionen am Beispiel der «Arena»

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Martin Luginbühl

Die vorliegende Arbeit untersucht am Beispiel der seit Jahren erfolgreichen «Politdiskussions»-Sendung «Arena» des Schweizer Fernsehens DRS Phänomene, die unter dem Begriff «verbale Gewalt» zusammengefasst werden (wie etwa Unterbrechungen, thematische Steuerung, Unterstellung negativer Verhaltenszüge etc.).
Anhand konkreter Beispiele aus der Sendung und deren Produktion wird zunächst gezeigt, wie das Medium Fernsehen und die Textsorte «politische Fernsehdiskussion» einen wesentlichen Einfluss auf die Sendung haben. Nach einer Definition des Begriffes «verbale Gewalt» folgt eine ausführliche gesprächsanalytische Untersuchung der Sendung, wobei Akte verbaler Gewalt entsprechend den drei medialen Rollen Moderator - Politikerinnen und Politiker - Studiopublikum untersucht werden. Die Analyse weist nach, welche Verfahren verbaler Gewalt in einer Sendung wie der «Arena» anzutreffen sind, welche Funktionen sie übernehmen und inwiefern sie als inszeniert betrachtet werden können. Und sie zeigt, dass Akte verbaler Gewalt ein geradezu grundlegendes Merkmal der Gespräche sind, die in der «Arena» geführt werden.
Aus dem Inhalt: Fernsehgespräche und ihre Wirklichkeit - Die Medienspezifik von politischen Fernsehdiskussionen - Verbale Gewalt als linguistischer Terminus - Analyse: Der Moderator; die Politikerinnen und Politiker; das Studiopublikum - Exemplarische Analyse einer Sendung.