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Alexander Herzen und die Schweiz

Das Verhältnis des russischen Publizisten und Aristokraten zur einzigen Republik im Europa seiner Zeit

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Nadja Roemer-Bontadina

Dass der Schriftsteller und Publizist Alexander Herzen, der berühmteste russische Memoirenschreiber des 19. Jahrhunderts, im Jahre 1851 Schweizer Bürger wurde, wissen auch hierzulande wenige. Die vorliegende Studie bietet eine umfassende und gründliche Untersuchung von Herzens Beziehungen zur Schweiz. Wie wurde er mit der Alpenrepublik bekannt, als er noch in Russland lebte? Welches Bild machte er sich von ihr? Wie veränderte sich dieses Bild, als er mit ihrer Realität konfrontiert wurde? Welche Änderungen erfuhr seine Beziehung zur Schweiz während der vielen Jahre, da er immer wieder dort Wohnsitz nahm?
Anhand von Herzens reicher Hinterlassenschaft, vieler belletristischer, publizistischer und epistolarer Texte, aber auch der schriftlichen und mündlichen Aussagen seiner Zeitgenossen, wird das an schicksalhaften Wenden reiche Leben dieses widerspruchsvollen Mannes vor dem Hintergrund seines Verhältnisses zur Schweiz dargestellt. Die Arbeit wird durch die erstmalige deutsche Übersetzung seines geistreichen Essays «Skuki radi» («Aus Langeweile») ergänzt.
Aus dem Inhalt: Herzens frühes Schweiz-Bild - Koljas «Ausschaffung» - Herzen und die Zürcher Fremdenpolizei - Herzen über die Flüchtlinge und die Schweiz im Jahre 1849-50 - London oder die Schweiz? - Herzen und das Geld - Der Essay «Aus Langeweile».