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Ein komplexer Ritter auf seiner dynamischen Queste

Wolframs "Parzival</I> und die Chaostheorie - Eine strukturelle Untersuchung

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Ulrike Grein

Die vorliegende Arbeit befaßt sich mit der Struktur der Handlung in Wolfram von Eschenbachs Parzival. Sie versucht, die Frage zu klären, ob der Parzivalroman in seiner schillernden Vielfalt und Komplexität ein nichtlineares, chaotisch-deterministisches System ist. Wird die komplizierte Struktur des Romans durchsichtig, wenn man den Roman als dynamisch entstandene Vernetzung betrachtet? Wie entsteht diese Struktur? Welches Weltbild spiegelt sich darin? Und wie bezogen Dichter in anderen Epochen entsprechende Weltbilder in ihre Handlungsstrukturen ein? Die Arbeit untersucht den komplexen Lebensweg des Ritters Parzival. Sie geht den verschlungenen Mechanismen nach, die ihn an sein hohes Ziel bringen. Sie forscht nach der göttlichen Prädestination, die Parzivals Schicksal bestimmt, und sie untersucht die Zufälle, die dieses Schicksal immer wieder in Frage stellen.
Aus dem Inhalt: Das Chaos als Ordnung mit besonderen Eigenschaften - Weshalb Parzival nichtlinear ist - Reise ins deterministische Chaos: Jeschute - Seltsame Attraktoren: Sigune, Gral, Gott - Die Geometrie der Romanstruktur.