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Friedrich Gerstäcker (1816-1872) Romane und Erzählungen

Struktur und Gehalt

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Anton Zangerl

Friedrich Gerstäcker (1816-1872) war im 19. Jahrhundert einer der beliebtesten und bekanntesten Abenteuer- und Reiseschriftsteller im deutschen Sprachraum. Bedauerlicherweise haben sich aber fast ausschliesslich Historiker und Ethnologen mit seinem äusserst lehrreichen und vielschichtigen Werk beschäftigt - die Literaturwissenschaft hat es bisher kaum entdeckt.
Die vorliegende Dissertation soll deshalb Gerstäckers Schaffen ins Blickfeld einer literarischen Optik rücken - dies schliesst mit ein, dass einer profunden inhaltlichen Analyse zum ersten Mal auch eine systematische formale Untersuchung zur Seite gestellt wird. Beide Betrachtungsweisen sind grossflächig und werkübergreifend angelegt und bewusst durch zahlreiche Textbeispiele illustriert.
In einem grösseren literarischen Zusammenhang ist die Arbeit als Mosaikstein in der Entwicklungsgeschichte der Erzählkunst vom Ausgang des 17. Jahrhunderts bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts zu sehen.
Aus dem Inhalt: Welcher Gestaltungsmittel bedient sich Gerstäcker, um möglichst nachhaltig zu wirken? – Weshalb war dieser Autor bei einer breiten Leserschaft derart beliebt - nach moderner Terminologie ein eigentlicher Star? – Welche Lebensbereiche bilden den Nährboden der Handlungen und Verflechtungen, und welche Themen, Stoffe und Intentionen prägen Friedrich Gerstäckers Schaffen? Zum ersten Mal gibt eine gründliche und gut verständliche Arbeit Aufschlüsse zu Gehalt und Struktur in den Texten dieses faszinierenden und zu Unrecht vergessenen Abenteuer- und Reiseschriftstellers des 19. Jahrhunderts.