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Rainer Maria Rilke: «Alles ist Spiel, aber Spiele/...»

Textperspektivische Betrachtungen anhand 'eines Begriffs mit verschwommenen Rändern'

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Elisabeth Eisenhut Brunner

«Alles ist Spiel, aber Spiele/...» - diese Verszeile von Rilke aus dem Jahre 1924 ist fragmentarisch geblieben und zugleich wegweisend für ein Verständnis von Sprache als Spiel, das unter anderem in der Philosophie Wittgensteins und im sogenannten Dekonstruktivismus (Derrida) Aufnahme gefunden hat. Dieser Hintergrund prägt denn auch die Auseinandersetzung mit Rilke-Texten, in denen das 'Spiel' explizit oder implizit gewoben, getextet wird, zur Sprache kommt.
Die vorliegende Arbeit versteht sich deshalb als eine Art Spurenlese eines 'Spiels', das, «ein Begriff mit verschwommenen Rändern» (Wittgenstein), durch Definitionen nicht in den Griff zu bekommen ist. Spurenlesen zuweilen gegen den Strich gängiger Rilke-Auslegungen, in denen Rilke-Texte nur allzu schön aufgehen: einstimmig sind. Vieles deutet darauf hin, dass diese Texte gegen Ein- und Widersprüche auch und gerade aus sich selbst heraus nicht immun sind. Umwege und Seitenwege zu diesen Texten haben deshalb eben jene inneren Ein- und Widersprüche mitzulesen.
Aus dem Inhalt: 'Man wird oft von einem Wort behext, z.B. vom Wort «Spiel»' - 'Die Gestalt der Geliebten' - Spielraum: Fenster - 'Alles ist Spiel, aber Spiele/...' - 'Spiele' - Der 'Versprecher'-Das Gedicht - 'Rosen in Spiegeln'-eine Übertragung' - ...Wahrheit. Welche Wahrheit? - 'Wäre denn alles ein Spiel...?'