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Hongloumeng

Studien zum «Traum der Roten Kammer»

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Wolfgang Kubin

Der Roman «Traum der Roten Kammer» (Hongloumeng) von Cao Xueqin (ca. 1715-ca. 1763) erschien in seiner heutigen Form zum ersten Mal im Druck 1792. Bis heute gilt er als der bedeutendste chinesische Roman und hat inzwischen zu einer reichen Sekundärliteratur im chinesisch- und englischsprachigen Raum geführt. Obwohl der große Übersetzer Franz Kuhn diesen Roman bereits sehr früh in deutscher Sprache in Auszügen zugänglich gemacht hat, ist in der deutschsprachigen Sinologie eine Auseinandersetzung bislang ausgeblieben. Der Herausgeber, Wolfgang Kubin, hat mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft eine internationale Konferenz anläßlich des 200-jährigen Erscheinens des Romans an der Universität Bonn abgehalten. Er legt eine Auswahl der damaligen Referate vor, die unter unterschiedlichen methodischen und inhaltlichen Gesichtspunkten eine Einführung in das sehr komplexe und komplizierte Werk des Cao Xueqin versuchen.
Aus dem Inhalt: Wolfgang Kubin: Einleitung - Monika Motsch: Das Spiegelmotiv: Täuschung und Wahrheit - Marion Eggert: Die Botschaft der Träume - Harro von Senger: Strategemische Analyse des Romans Hongloumeng - Liu Huiru: «Jedes Festmahl hat ein Ende»: Das Spannungsfeld zwischen ju und san - Lutz Bieg: «Garten der großen Innenschau»: Beobachtungen zur Figur der Liu Laolao - Thomas Zimmer: Ein früher Vorläufer der baihua? Zwischen klassischer Tradition und volkstümlicher Moderne - Ma Shude: Die Verwendung von Redensarten - Erhard Rosner: Krankheiten und Krankheitsbilder - Volker Klöpsch: Homo ludens chinensis: Zur Bedeutung der Spiele - Marián Gálik: Melancholie und Melancholiker - Oldrich Král: Durch Übersetzen ans sinnliche Ufer übersetzen - Jing Möll: Jenseits melancholischer Verwunderung: Zur Geschichte der Hongxue - Irmtraud Fessen-Henjes: Zur Rezeption des Romans Hongloumeng durch das traditionelle chinesische Musiktheater (xiqu) - Marián Gálik/Gu Cheng: Der Tag nach der Konferenz: Ein Gespräch.