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Endzeit

Russland am Ende des 17. Jahrhunderts

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Gabriele Scheidegger

Die Monographie beschreibt vor allem aus einem mentalitätshistorischen Blickwinkel die «Endzeit» des russischen Mittelalters in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Eschatologisches Denken und Dämonenangst prägten diese Epoche. Die wahren Abgründe der sogenannten Kirchenspaltung («Raskol») können nur vor diesem Hintergrund verstanden werden. Die bisherige Forschung ist durch zahlreiche gefälschte Quellen in die Irre geführt worden. Das altrussische Schrifttum besteht zu einem unerwartet grossen Teil aus Fälschungen. Prominentes Opfer solcher Praktiken war Avvakum, der berühmte Wortführer der Altgläubigen. Eine Text- und Schriftanalyse zeigt, dass selbst einige der sogenannten Autographen nicht von der Hand Avvakums stammen können, so auch die beiden angeblich eigenhändigen Fassungen seiner Autobiographie.
Aus dem Inhalt: Die Welt des Antichrist - Neue Schriftlichkeit - Fälschungen - Die Schriften Avvakums - Religionsrebellen - Bildung - Wunder - Wandlung - Endzeit/Neuzeit (Schlusswort).