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Werbung und Warnung

Australien als Ziel deutscher Auswanderer im 19. Jahrhundert

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Arnold Beuke

Zwischen 1815 und 1914 verließen über 6 Millionen Auswanderer Deutschland nach Übersee. Ca. 70 bis 80 000 von ihnen gingen nach Australien. Was bewog sie, von der Hauptroute nach Nordamerika abzuweichen und sich für diese abgelegenen britischen Kolonien zu entscheiden? Was wussten die Menschen über «Down Under»? Auf der Grundlage welcher Informationen kamen sie zu dem Entschluss, auf den fünften Kontinent auszuwandern?
Die deutsche Australienauswanderung entsprang verschiedenen Motiven: Menschen auf der Suche nach religiöser Freiheit, nach politischer Unabhängigkeit, nach schnellem Glück auf den Goldfeldern Victorias oder nach Farmbesitz in Queensland - sie alle gingen nach Australien. Werbeträger wie persönliche Briefe von Ausgewanderten, gedruckte Auswanderungsratgeber und Zeitungsberichte, aber auch fiktive Reiseberichte und Romane bestärkten die Auswanderungswilligen, während Warnungen von enttäuschten Rückkehrern und von deutschen Behörden sie verunsicherten. Und natürlich war Auswandern auch ein großes Geschäft; konkurrierende Schifffahrtsunternehmen, Siedlungsgesellschaften und die Zielkolonien selbst warben mit mehr oder minder schönfärbenden Werbeschriften, Anzeigen oder durch Agenten im ganzen Land um Passagiere.
Aus dem Inhalt: Die Hauptströmungen der deutschen Auswanderung nach South Australia, Victoria und Queensland - Werbetätigkeiten von Auswanderungsagenten und Konsuln - Der Einfluss von Reedereien und hanseatischen Behörden - Das Australienbild in Auswanderungsratgebern, Zeitungen, Reiseberichten und Romanen.