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Die Zürcher Reformation: Ausstrahlungen und Rückwirkungen

Wissenschaftliche Tagung zum hundertjährigen Bestehen des Zwinglivereins- (29. Oktober bis 2. November 1997 in Zürich)

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Alfred Schindler and Hans Stickelberger

Zürich war neben Wittenberg eines der Zentren der Reformation im 16. Jahrhundert. Wie sehr vor allem Zwinglis Nachfolger, Heinrich Bullinger (1504–1575), zu einem Berater und allseits begehrten Experten des reformierten Protestantismus in ganz Europa wurde, schon bevor Genf seine internationale Ausstrahlung gewann, ist vielen kaum bekannt. Das Hauptthema des Kongresses von 1997 war darum dieser «Ausstrahlung» und der ihr folgenden, auch polemischen «Rückwirkung» gewidmet. Die Beiträge namhafter Forscher aus Europa, auch dem östlichen Europa, aus den USA und Japan kreisen alle um solche Einflüsse, die zum Teil bis heute anhalten. Geographisch erstrecken sich die Untersuchungen von Zürich selbst bis nach Nordamerika.
Aus dem Inhalt: Alfred Schindler: Der Aufbau der altgläubigen Front gegen Zwingli – Hans-Jürgen Goertz: Machtbeziehungen in der Zürcher Reformation. Noch einmal: Zwingli und die Täufer – Friedhelm Krüger: Huldrych Zwingli und der Berner Synodus – Akira Demura: From Zwingli to Calvin: A Comparative Study of Zwingli’s Elenchus and Calvin’s Briève Instruction – Christoph Burger: Werben um Bullingers Beistand: Calvins Briefe von 1537/38 – Herbert Immenkötter: Zwingli und die oberdeutsche Reichsstadt Kempten 1525 bis 1533 – Wolfgang Dobras: Zwinglische Kirchenzucht in Konstanz? Die Konstanzer Reformatoren und die Frage des Kirchenbanns – Hans Ulrich Bächtold: Frauen schreiben Bullinger - Bullinger schreibt Frauen. Heinrich Bullinger im Briefwechsel mit Frauen, insbesondere mit Anna Alexandria zu Rappoltstein – Hellmut Zschoch: Zwingli und Augsburg – Gerhard Müller: Huldrych Zwingli und Landgraf Philipp von Hessen. Eine ungewöhnliche Kooperation – Volker Gummelt: Die Auseinandersetzung über das Abendmahl zwischen Johannes Bugenhagen und Huldrych Zwingli im Jahre 1525 – Wim Janse: Der Heidelberger Zwinglianer Wilhelm Klebitz (um 1533-1568) und seine Stellung im aufkommenden Konfessionalismus – Andreas Mühling: Justina und Heinrich - ein Blick in die europäische Kirchenpolitik Bullingers – Achim Detmers: «Sie nennen unseren Retter Christus einen Hurensohn und die göttliche Jungfrau eine Dirne». Heinrich Bullingers Gutachten zur Duldung von Juden 1572 – W. P. Stephens: Bullinger‘s Sermons on the Apocalypse – Martin Brecht: Was war Zwinglianismus? – Duncan Shaw: Action, Remembrance and Covenant. Zwinglian Contributions to the Scottish Reformation Understanding of the Lord’s Supper – J. Andreas Löwe: «The bodie and bloud of Christ is not carnallie and corporallie in the bread and wine». The Oxford Disputation revisited: Zwinglian traits in the Eucharistic Theology of Pietro Martire Vermigli – J. Wayne Baker: Erastianism in England: The Zürich Connection – Kurt Jakob Rüetschi: Rudolf Gwalthers Kontakte zu Engländern und Schotten – Frank van der Pol: Handschriftliche Notizen niederländischer Pfarrer in Bibelkommentaren Bullingers und Gwalthers – Martin Friedrich: Ausstrahlungen der Zürcher Reformation auf Skandinavien – Janusz Małłek: Die Zürcher Reformation und Polen – Erich Bryner: «Den rechten Glauben bewahren». Bullingers Anliegen in seinen Briefen an polnische Theologen 1556 bis 1561 – Lorenz Hein: Das Zweite Helvetische Bekenntnis und der Sandomirer Konsens von 1570 – Angelika Dörfler-Dierken: Luther und Zwingli in Amerika. Der Zwinglianismusvorwurf als kirchenpolitische Taktik neokonfessioneller Lutheraner – Thomas K. Kuhn: Reformator - Prophet - Patriot. Huldrych Zwingli und die nationale Besinnung der Schweiz bei Leonhard Ragaz – Max Engammare: Apports zurichois étonnants et remarquables à l’histoire des Figures de la Bible (Bilderbibeln) 1530-1780 – Helmut Meyer: Zwingli im Schulbuch.