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Medizin, religiöse Erfahrung und Ethik

Leben – Leiden – Sterben

Series:

Ruth Baumann-Hölzle

Der Band enthält mehrheitlich Texte der Tagung «Medizin, religiöse Erfahrung und Ethik», welche vom Ethik-Forum des Universitätsspitals Zürich im Januar 1999 veranstaltet wurde, und versteht sich als Beitrag zur Spurensuche der modernen Medizin nach ihrem Sinn.
AutorInnen aus verschiedenen Fachgebieten setzen sich angesichts von Leben, Leiden und Sterben interdisziplinär mit den Problemen der medizinethischen Urteilsbildung auseinander. Es werden Voraussetzungen und Hintergründe der medizinischen Ethik reflektiert, Forschungsuntersuchungen zum Einfluss und Bedeutung der Religiosität der Betroffenen auf ihre Leidensinterpretation vorgestellt, Heilungsrituale auf ihre Bedeutung für das medizinische Handeln befragt, die Probleme der Entscheidungsfindung bei hirnverletzten Menschen bedacht, ein alternatives Krankheitsverständnis aufgezeigt, und es wird die Bedeutung der Liebe für das Menschsein entfaltet. Eine besondere Herausforderung ist dabei der moralische und religiöse Pluralismus der postmodernen Gesellschaft.
Aus dem Inhalt: Vorwort: Leben - Leiden - Sterben – Walter Lesch: Moralischer und religiöser Pluralismus im Brennpunkt des klinischen Alltags – Silvia Käppeli: Krebs als religiöse Erfahrung – Ulrike Büchs: Suchen, was verloren ging – David J. Krieger/Andréa Belliger: Ritual als Heilungsweg – Mark Mäder: Leben zwischen den Welten - Entscheidungsfindung über Leben und Tod in einer pluralistischen Gesellschaft bei so genannt bewusstlosen Patienten – Christian Hess: Krankheitsverständnis im Wandel – Ruth Baumann-Hölzle: Hommage an die Liebe.