Show Less
Restricted access

Szenarien für den schweizerischen Bankensektor

Rolle und Verhalten der Banken im Wechselspiel mit sich ändernden Rahmenbedingungen

Series:

Roland Georges Sütterlin

Die massive Änderung der Rahmenbedingungen im Markt für Finanzdienstleistungen bewirkt einen rasch voranschreitenden Strukturwandel. Gestützt auf die langjährigen Erfahrungen des St. Galler Zentrums für Zukunftsforschung zeigt die Arbeit, dass dessen Auswirkungen mit klassischen Instrumenten nicht prognostizierbar sind. Um der Komplexität dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, wird in der vorliegenden Untersuchung der systemische Ansatz mit der Szenariotechnik verknüpft. Ausgangspunkt ist ein Modell, das die Veränderungen im Umfeld der Banken ganzheitlich berücksichtigt. Die Bausteine des Modells und ihr Zusammenwirken werden als Wirkungsgefüge erfasst und drei Szenarien als mögliche Zukunftsbilder der Banken abgeleitet: «Duale Finanzmärkte» entstehen durch zwei stark divergierende Anlegergruppen. Mit «Banking in globaler Nische» werden die «Banken» regulatorisch enger definiert und von den übrigen Anbietern abgegrenzt. «Technologische Differenzierung und Re-Intermediation» verändern grundlegend die Bankbranche, indem die Akteure die Möglichkeiten der Telematik konsequent umsetzen. Für alle drei Szenarien werden die zentralen Auswirkungen auf die Banken und ihre Kunden diskutiert.
Aus dem Inhalt: Systemdenken und Szenariotechnik – Banken als Teil des Finanzsystems – Qualifikation und Wettbewerbsfähigkeit – Neuausrichtung und Spezialisierung der Banken – Technologisierung der Bankfunktionen. Modularisierung, Unbundling und Re-Intermediation – Gesellschaftliche Verantwortung und Institutionalisierung – Individualisierung und Renditebewusstsein – Integration der Finanzmärkte und Re-Regulierung.