Show Less
Restricted access

Von Linden und roter Sonne

Deutsche Italien-Literatur im 20. Jahrhundert

Series:

Italo Michele Battafarano and Hildegard Eilert

Zwei Weltkriege und zwei totalitäre Regime in Italien und Deutschland erschüttern das klassisch-romantische Italienbild grundlegend. Dennoch wird Italien nach 1945 erstaunlich schnell wieder zum Land der deutschen Verheißung. Nicht Kunst und Altertum, sondern der südländische Alltag wird nun von Dichtern und Erzählern gepriesen. Zunehmend reagiert man jedoch gerade auf ihn auch mit Irritation und Unbehagen. Rom erscheint als caput mundi einer ordnungs- und wertelosen Konsumgesellschaft. Die fortschreitende Europäisierung der deutschen und italienischen Nationalkulturen sowie der Massentourismus führen zu einer allmählichen Entmythologisierung Italiens und zu einer neuen Selbstbestimmung des Deutschen in Italien. An die Stelle des sich Bildenden, des geistig und körperlich Genesenden tritt jetzt der Gast, welcher erlebt, indem er sich einlebt.
Aus dem Inhalt: Behandelt werden Texte von Alfred Andersch, Ingeborg Bachmann, Rolf Dieter Brinkmann, Hans Carossa, Kasimir Edschmid, Nino Erné, Friedrich Christian Delius, Ludwig Greve, Günter Herburger, Gottfried Kapp, Norbert C. Kaser, Wolfgang Koeppen, Alfred Kurella, Erich Loest, Rainer Malkowski, Thomas Mann, Erich Mühsam, Wilhelm Müller, Peter Schneider, Hans-Ulrich Treichel.