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Die Gleichnisse der Rabbinen

4. Teil- Vom Lied des Mose bis zum Bundesbuch: ShemR 23-30- Einleitung, Übersetzung mit Kommentar, Texte

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Clemens Thoma and Hanspeter Ernst

In diesem Gleichnisband werden 59 rabbinische Gleichnisse hebräisch wiedergegeben, kritisch übersetzt, literaturgeschichtlich kommentiert und inhaltlich erklärt. Die Gleichnisse sind literarisch konstruierte Erzählungsabläufe im Dienste der Bibelauslegung. Dieser Band betrifft die Gleichnisexegese des zweiten Buches Mose, Kapitel 15-22. Das spättalmudische Werk Shemot Rabba (großer Kommentar zum Buch Exodus) übernimmt die traditionelle rabbinische Gleichnisform und passt sie sporadisch der frühmittelalterlichen griechischen und lateinischen Fachterminologie an. Oft werden talmudische Gesetze und Gebetstexte gleichrangig mit Bibelstellen zitiert. Diese und andere Beobachtungen weisen auf eine Endredaktion von Shemot Rabba im 9.-11. Jh. unserer Zeitrechnung hin. – Auffallend sind die zahlreichen Reich-Gottes-Gleichnisse und die gegenchristlichen Gleichnisse. Daneben gibt es Schöpfungsgleichnisse, Engelgleichnisse und Konversionsgleichnisse. Alle Gleichnisgattungen weisen auf eine literarisch und theologisch aufgearbeitete jüdische Verkündigungstradition in einer christlichen Umgebung hin.
Aus dem Inhalt: In den 59 Gleichnissen werden besonders die Befreiung der Israeliten aus der ägyptisch-heidnischen Knechtschaft, und ein damit verbunder Götzendienst, die Sinai-Offenbarung, die Bundesgenossenschaft Gottes mit Israel und die Verpflichtung der Israeliten zum Einhalt der Gebote Gottes gleichnishaft ausgedrückt.