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Sardinienbilder

Kontinuitäten und Innovationen in der sardischen Literatur und Publizistik der Nachkriegszeit

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Leonie Schröder

Sardinien als ländlich-archaischer Ort, als Kolonie, als mythische Ursprungswelt: Wuchtige Bilder prägten und prägen noch heute vielfach die Darstellung der großen Insel im Mittelmeer. Als Beitrag zur Debatte über den Regionalismus im heutigen Europa untersucht diese kulturwissenschaftliche Studie die Identitätskonstruktionen sardischer Intellektueller in der Nachkriegszeit. Wie wurde Sardinien in literarischen und nichtliterarischen Bildern von der Insel, ihrer Kultur und ihrer Geschichte definiert? Wann und in welchen Zusammenhängen wurde auf überkommene Repräsentationen zurückgegriffen? Wann und unter welchen Umständen galten diese als überholt und wurden ersetzt? Die Autorin zeichnet Traditionslinien nach, beschreibt Kontinuitätsbrüche und auf die Zukunft gerichtete Entwürfe. Daraus leiten sich Grundmuster regionaler Identität ab, die vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen über eine sich zunehmend globalisierende Welt und die ambivalente Rolle der Regionen in ihr reflektiert werden.
Aus dem Inhalt: Bilder einer europäischen Region im Wandel – Wie haben sardische Intellektuelle ihre Insel gesehen? – Welche Identitätskonzepte drücken sich in ihren Darstellungen aus? – Literarische Entwürfe und politische Diskussion – Perspektiven und Ambivalenzen.