Show Less
Restricted access

Die Kreise der Nepoten

Neue Forschungen zu alten und neuen Eliten Roms in der frühen Neuzeit- Interdisziplinäre Forschungstagung, 7. bis 10. März 1999- Istituto Svizzero di Roma

Series:

Daniel Büchel and Volker Reinhardt

Dieses Buch präsentiert die Ergebnisse der gleichnamigen interdisziplinären Tagung vom März 1999 am Istituto Svizzero di Roma. Die einzelnen Beiträge befassen sich mit dem spannungsreichen Gefüge der römischen Aristokratie in der Neuzeit. Unter neuartigem interdisziplinärem Blickwinkel wird vor allem das Verhältnis zwischen den altetablierten römischen Baronalfamilien und den Aufsteigern aus den Kreisen der päpstlichen Nepoten, also gewissermassen die Schnittstelle zwischen Sozial-, Kirchen-, Kunst- und Kulturgeschichte beleuchtet. Dabei fällt nicht zuletzt neues Licht auf die beispiellos intensive Kunst- und Kulturpatronage der alten und neuen Eliten Roms im 16. und 17. Jahrhundert und deren Indienststellung für sozialen Status und soziales Prestige.
Aus dem Inhalt: Volker Reinhardt: Kreise stören - Kreise schlagen. Perspektiven römischer Elitenforschung – Beate Mehlin: Beneventanische Präludien eines römischen Mißklangs: Vincenzo Maria Orsini und die Folgen himmlischer und irdischer Patronage – Roger Liggenstorfer: Netzwerke, Strategien und Risiken von Nuntien - das Beispiel Domenico Passionei – Maura Piccialuti: Eine Säule des Nepotismus - vom Gebrauch des Fideikommisses an der römischen Kurie – Daniel Büchel: Glanz in alle Ewigkeit? Langzeitnutzen päpstlicher Verwandtenförderung am Beispiel der Ciocchi del Monte, Borghese und Albani – Wolfgang Lippmann: Kardinal Marcus Sitticus Altemps und sein Enkel Giovanangelo Altemps: Kuriale Karriere, Familienstatus und Kulturpatronage – Axel Christoph Gampp: Der Baron als Bauherr: Konkurrenz zwischen Aristokraten und Nepoten? – Philipp Zitzlsperger: Typologie des Papstporträts als Spiegel kurialer und europäischer Machtstrukturen – Michael Brunner: Die Kunstförderung der Orsini di Bracciano in Rom und Latium (1550-1650) – Christina Strunck: Die Konkurrenz der Paläste: Alter Adel versus Nepoten im Rom des Seicento – Matthias Oberli: «Parte il Seren.mo Prencipe Card.le mio Sig.re da Roma, ma Roma non parte da lui, perchè lo segue col desiderio e con le lodi.» Prinz Kardinal Maurizio von Savoyen als Mäzen und Diplomat im barocken Rom – Katrin Kalveram: Antikensammlungen als Element der Selbstdarstellung und des sozialen Prestiges: Die Antikensammlung Borghese – Dino Piccolo: Die Drei Grazien der Libreria Piccolomini zu Siena in Rom: Prestigeobjekt zweier Papstnepoten oder Dokument archäologisch-antiquarischer Forschungen im Quattrocento? – Tobias Kämpf: «Aller Künsten Vatter»: Bildnis des Paolo Giordano II. Orsini als Höfling und Mäzen – Volker Reinhardt/Daniel Büchel: Schnittpunkte und Schnittmengen. Kurie, Karrieren, Konkurrenzen. Diskussionsbericht und -auswertung.