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Gerold Späth und die Rapperswiler Texte

Untersuchungen zu Intertextualität und kultureller Identität

Series:

Charlotte E. Aske

Mehrdeutige Titel und fiktive Ortsnamen bilden den Ausgangspunkt für enger und weiter gefasste intertextuelle und kultursoziologische Untersuchungen von ausgewählten Prosatexten des Rapperswiler Autors. So eröffnet diese Studie unter anderem komparatistische Perspektiven zu William Faulkners Yoknapatawpha County, Edgar Lee Masters’ Spoon River und helvetischen Modellen. Anhand beispielhafter Bezüge werden Möglichkeiten des breit angelegten inter- und intratextuellen Spielfeldes in Commedia aufgezeigt. Schelmenfiguren im festen Personal und ihre Entwicklung während einer Schaffensperiode von einem Vierteljahrhundert sind ebenfalls Gegenstand dieser ersten größeren Untersuchung zu Gerold Späth.
Auf den Spuren der kulturellen Identität des Autors werden historisch-kulturelle Bezüge zur Regionalgeschichte hergestellt. Weiteren Aspekten, die thematisiert werden, wie der Begegnung des Eigenen mit dem Phänomen des Fremden, der Auseinandersetzung mit Fremderfahrung und der Bedeutung der eingestreuten Naturschilderungen wurde bisher kaum Aufmerksamkeit geschenkt.
Aus dem Inhalt: Ausgewählte intertextuelle Bezüge zur weltläufigen Literatur – Figuren in der Tradition des modernen Schelmenromans – Soziokulturelle Elemente: Parodierte Regionalgeschichte, kulturelle Identität, das Phänomen des Fremden und die Auseinandersetzung mit Fremderfahrung – Das fiktive «Barbarswil» als Modell – Die Besorgnis über die zusehende Zerstörung von Natur und Lebenswelt und das Spiel mit Mythos und Utopie.