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Herman Nohls ‘Theorie’ des pädagogischen Bezugs

Eine Werkanalyse

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Damian Miller

Herman Nohls Theorie des pädagogischen Bezugs gehört bis in die jüngste Zeit zum Inventar des pädagogischen Diskurses. In einem grossen Teil der Rezeptionsliteratur wird mit beachtenswerter Selbstverständlichkeit von Nohls ‘Theorie’ des pädagogischen Bezugs geschrieben, ohne zu prüfen, ob es sich überhaupt um Darlegungen mit Theoriestatus handelt. Mit sehr weitmaschigen Theoriekriterien wird in dieser Arbeit untersucht, ob Nohls Darlegungen zum pädagogischen Bezug im weitesten Sinne als Theorie bezeichnet werden können. Dabei wurden seine sämtlichen pädagogischen Publikationen berücksichtigt. Zahlreiche Widersprüche machen offensichtlich, dass Nohl weder einen Theorieanspruch noch eine genuin pädagogische Intention zugesprochen werden kann. Die ‘Theorie’ erweist sich als Artefakt der Rezeption. Was seine Darlegungen zum pädagogischen Bezug im Innersten zusammenhält, sind viel mehr seine Überzeugungen über Wesen und Bedeutung der Ästhetik.
Aus dem Inhalt: Historiographische Problemstellung – Nohls Schriften zur Ästhetik – Der pädagogische Bezug als Transformation der Übertragung im Sinne der Psychoanalyse – Begriffe und Deutungen und ihre Gültigkeit.