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Suizidalität im Alter

Individuelles Schicksal und soziales Phänomen

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Martina Hirzel-Wille

In westlichen Gesellschaften nehmen sich alte Menschen mit grösserer Wahrscheinlichkeit das Leben als Menschen aller anderen Altersgruppen. Auffallend ist die wesentlich höhere Suizidrate der Männer gegenüber derjenigen der Frauen. Durch den markanten Wandel der Altersstruktur unserer Bevölkerung wird das Alter als Lebensabschnitt nicht nur häufiger, sondern auch länger. Was treibt aber einen alten Menschen am Ende des Lebens dazu, sich den Tod zu geben, nachdem das bisherige Leben doch gemeistert worden ist? Wie stellt sich die Gesellschaft zum Phänomen des Alterssuizids? Das Pendel schwingt im Laufe der Geschichte von der Forderung nach Selbsttötung im hohen Alter bis zu ihrer Ablehnung und scheint sich in unserer Zeit einer stillen Akzeptanz des Alterssuizids zu nähern.
Aus dem Inhalt: Begriffe und Definitionen – Suizidtheorien aus Philosophie, Soziologie, Psychologie und Biologie – Epidemiologie und soziodemographische Daten – Besonderheiten der Alterssuizidalität (Psychologie des Alterns, Risikofaktoren und Motive, Depression und Depressivität, Demenz, Bilanzsuizid, EXIT) – Ausblick: Prävention, Krisenintervention und Therapie.