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Die Hoffnung auf radikale Demokratie

Fragen an die Theorie des kommunikativen Handelns

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Luis Fernando Schuartz

Ziel dieser Arbeit ist, den Stellenwert des Rechts in der Theorie des kommunikativen Handelns von Jürgen Habermas und im darauf beruhenden praktischen Projekt einer reflexiven «Weiterführung der Moderne» kritisch zu rekonstruieren.
Diese Untersuchung beschränkt sich nicht nur auf eine kritische Interpretation seines theoretischen Ansatzes aus der Perspektive seines eingestandenen gesellschaftstheoretischen Interesses am Rechtssystem. Darüber hinaus zielt die Studie darauf ab, durch die Auseinandersetzung mit Habermas’ Theorie Einsichten zu gewinnen, die als Bausteine für eine alternative Begründung eines «radikaldemokratischen» Projekts dienen sollen.
Der praktisch-politische Impuls, welcher der Arbeit zugrunde liegt, ist zwar nicht mit dem von Habermas identisch, läuft aber doch letztlich auf gleichgerichtete Erwartungen hinaus: Darauf, daß die Rechte auf private und insbesondere auf öffentliche Autonomie tatsächlich als Rechte verallgemeinert und «chancengleich» genutzt werden, und zwar als notwendige Bedingung für die Verwirklichung von ethischer Freiheit.