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«Ich bin der, der das schreibt»

Gestaltete Mittelbarkeit in fünf Romanen der deutschen Schweiz

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Patrick Heller

«Wer erzählt den Roman?» Diese Arbeit greift die berühmte Frage auf und untersucht die Erzählhaltung in fünf neueren Romanen aus der Deutschschweiz. Eveline Hasler versucht in «Die Wachsflügelfrau», das Leben von Emily Kempin-Spyri unter Berücksichtigung von historischem Material nachzuzeichnen. Der Aufbau und die Struktur der Erzählinstanz stehen dabei vor ganz anderen Voraussetzungen als bei Lukas Hartmanns Roman «Die Seuche», in dem ebenfalls ein historischer Stoff behandelt wird, die Hauptfiguren jedoch fiktiv sind. In Hermann Burgers «Brenner»-Romanen steht der Leser einem Ich-Erzähler gegenüber, der sich wiederholt an ihn wendet, während Otto F. Walter in «Zeit des Fasans» aus verschiedenen Perspektiven und mehrstimmig die Zeit des Zweiten Weltkrieges in der Schweiz literarisch gestaltet. Wer den Roman «Der Rote Ritter» von Adolf Muschg erzählt, ist eine Frage, die nur schwer zu beantworten ist, da der Autor mit der Erzählhaltung spielerisch umgeht und versucht, den Leser zu verwirren.
Der genaue Blick auf die Texte zeigt, wie wichtig es für die Interpretation eines Romans ist, die Frage nach der Erzählinstanz zu klären. Die untersuchten Romane beantworten diese Frage auf sehr unterschiedliche Weise.
Aus dem Inhalt: Theoretische Grundlagen – Einzeluntersuchungen der Erzählinstanzen in Hermann Burgers «Brenner», Lukas Hartmanns «Die Seuche», Eveline Haslers «Die Wachsflügelfrau», Otto F. Walters «Zeit des Fasans» und Adolf Muschgs «Der Rote Ritter».