Show Less
Restricted access

Internationales Alfred-Döblin-Kolloquium, Berlin 2001

Series:

Hartmut Eggert and Gabriele Prauß

Der Band versammelt Vorträge, die auf dem XIII. Kolloquium der Internationalen Alfred-Döblin-Gesellschaft auf Einladung der Freien Universität vom 25. bis 27. Mai 2001 in Berlin gehalten wurden. Döblins Verhältnis zur Berliner Avantgarde von der Jahrhundertwende bis zum Exil wird im Lichte neuer Forschungsansätze zur Erzähltheorie und literaturgeschichtlicher Epochenbildung erörtert. Neben seinem Verhältnis zu zeitgenössischen Künstlern (Kirchner, Marinelli, Benjamin, Benn, Hauptmann) kommt Döblins Tätigkeit als Theaterkritiker und Essayist zur Darstellung. Über Berlin als Schreibort werden neue Lesarten zu «Berge, Meere und Giganten» und «Berlin Alexanderplatz» angeboten. Einige Beiträge zur Döblinforschung, die nicht zum unmittelbaren Kreis des Symposionsthemas zählen und ein Verzeichnis neuer Primär- und Sekundärliteratur zu Alfred Döblin schließen den Band ab.
Aus dem Inhalt: Hartmut Eggert/Gabriele Prauß: Alfred Döblin und die künstlerische Avantgarde in Berlin – Hartmut Eggert: Eine Topographie zwischen «Alter Westen» und «Neuer Westen» – Sabina Becker: Mit der «Straßenbahn» durch die Moderne: Alfred Döblin - Leitfigur der literarischen Moderne 1910-1933 – Werner Stauffacher: Umrisse einer Begegnung: Alfred Döblin und Ernst Ludwig Kirchner – Giovanni Scimonello: Futuristische Avantgarde um 1912 in Berlin. Alfred Döblin zwischen F.T. Marinettis ästhetisch-künstlerischer Rebellion und F. Mauthners sprachkritischen Bemerkungen Beiträge zu einer Kritik der Sprache – Michael Hofmann: Avantgarde, kulturelle Differenz und europäischer Blick. Carl Einsteins Analyse der afrikanischen Kunst und Döblins Romanpoetik – Liselotte Grevel: «Mensch, det is knorke» - oder: Kunst ist nicht heilig. Alfred Döblin als Kunst- und Theaterkritiker – Ernst Ribbat: «Menschlicher, kantiger, zottiger». Karl Kraus und Linke Poot – Wulf Köpke: Zur Ethik der Avantgarde. Die Rezeption von Döblins ersten Romanen – Erich Kleinschmidt: Semiotik der Aussparung. ‘Vergessenes’ Erzählen bei Alfred Döblin – Klaus R. Scherpe: Krieg, Gewalt und Science Fiction. Alfred Döblins Berge Meere und Giganten – Helmut Kiesel: Noch einmal «Benjamins Erzähler»: Nicht Nicolai Lesskow, sondern Alfred Döblin! – Roland Dollinger: Döblins Stellung zwischen avantgardistischer Technikeuphorie und naturphilosophischer Romantik – Gerhard Bauer: Glitzern und Platzen. Impressionsexerzitien von und an dem staunenden Personal einiger ‘neusachlicher’ Romane – Alexander Honold: Der Krieg und die Großstadt. Berlin Alexanderplatz und ein Trauma der Moderne – Friedrich Wambsganz: Widerstand statt Demut. Neue Thesen zu Alfred Döblin Berlin Alexanderplatz – Heinz-Dieter Tschörtner: «Er wird vielleicht noch mal Klassiker». Döblin versus Hauptmann – Simonetta Sanna: Ars aurifera. Die Verwandlung des Königs in Alfred Döblins Wallenstein – Pierre Kodjio Nenguié: Alfred Döblin und der Ethnographie-Diskurs: Zur Inszenierung des Dialogs zwischen Eigen- und Fremdkulturalität am Beispiel des Wadzek-Romans – Meike Mattick: «Von Gesichtern Bildern und ihrer Wahrheit» - Überlegungen zur Porträtkunst August Sanders und Alfred Döblins Figurenkonzeption in Pardon wird nicht gegeben und November 1918 – Peter Krause: Ars militans: Alfred Döblins Ideal von Kunst und dessen Umsetzung im Roman Hamlet oder die lange Nacht nimmt ein Ende – Gabriele Sander: Bibliographie der Neuerscheinungen zum Werk Alfred Döblins (IV).