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Wege zu wissenschaftlichen Wahrheiten

Vermutung – Behauptung – Beweis

Series:

Peter Rusterholz and Rupert Moser

Die schöne Ordnung und Klarheit eines mathematischen Beweisverfahrens, die Prägnanz der Beweisführung experimenteller Wissenschaft und die Versuche der Validierung in den historischen Wissenschaften, den Sozialwissenschaften oder der Theologie unterscheiden sich zwar grundsätzlich, gewinnen aber doch dann ihre eigene Evidenz. Die in diesem Band zusammengestellten Texte einer interdisziplinären Vortragsreihe des Collegium generale der Universität Bern versuchen das reflexive Verhältnis zwischen der Wissenschaft, ihrem Wirklichkeitsbegriff und der Bestimmung ihres Gegenstandes zu klären und auf diese Weise die unterschiedlichen Relationen von Vermutung, Hypothese und Möglichkeit oder Unmöglichkeit des Beweises zu begründen.
Aus dem Inhalt: Peter Rusterholz: Vorwort – Gerd Graßhoff: Entdeckung und Beweis – Andreas Verdun: Wechselwirkung zwischen Theorie und Beobachtung: Beispiele aus der Geschichte der Astronomie – Peter Mani-Levitska: Wie erkenne ich die Gestalt eines Raumes? Die Poincarévermutung – Bernd Roeck: Was heisst ‘Wahrheit‘ in der Geschichtswissenschaft? Das Beispiel des Hexenprozesses gegen Maria Braun – Claudius Messner: Die kriminologische Beobachtung von Kriminalität – Ulrich Tröhler: «Zwischen Argument und Erfahrung»: Die wissenschaftliche Begründung therapeutischer Entscheide im Laufe der Geschichte – Ralph Bloch: «Es ist nicht alles Gold, was glänzt!» Wie hilft uns die «Evidence-Based Medicine?» – Johannes W. Raum: Max Weber und die wissenschaftliche Wahrheit insbesondere in der Ethnologie – Christoph D. Müller: Theologie als Wissenschaft in einer Zeit der Leicht- und Wissenschaftsgläubigkeit.